
An den Tagen der Art Basel, vom 19. bis 21. Juni 2026, verwandelt «Sounds Nice» den Konzertsaal in eine begehbare Klanglandschaft aus Sound, Bild, Skulptur, performativen und selbstspielenden Setups. Zehn ausgewählte Arbeiten laden zum Verweilen oder gar zum Bespielen ein und treten in einen Dialog aus Raum, Klang und Körper.
Die Vernissage findet am Fr 19.6.26 statt. Anschliessend sind die Arbeiten bis zum 21.6.26 täglich zugänglich. Die Finissage erfolgt am 21.6.26 im Rahmen des Gare du Nord Sommerfests.
Für «Sounds Nice» lanciert Gare du Nord einen Open Call für Arbeiten im Bereich Sound Art im Grossraum Basel.
Künstler:innen und Arbeiten
Audrey Pouliquen – «limbs of ants, in infinity.»
Ausgehend von einem Gedanken Blaise Pascals untersucht «limbs of ants, in infinity.» Fragen von Wahrnehmung, Distanz und räumlicher Erfahrung. Die Klanginstallation versetzt das Publikum in einen imaginierten Ameisenbau und entfaltet aus im Atelier erzeugten Geräuschen eine dichte Mikro-Klanglandschaft aus Krabbeln, Summen, Zirpen, Streifen und Reiben.
Esther Hiepler – «Fliessband»
Fliessband ist eine raumgreifende Tuschezeichnung auf langen Papierbahnen. Durch Wiederholung, Variation und das Fliessen der Tusche entstehen rhythmische Muster, die an musikalische Partituren, Notensysteme und Klangstrukturen erinnern.
Luca Zeller – «Triple Bass»
«Triple Bass» verbindet einen monumentalen Kino-Lautsprecher mit dem Körper eines Kontrabasses zu einem hybriden Klangobjekt. Tiefe Frequenzen, Drone und Vibration machen Klang körperlich erfahrbar und erzeugen eine dichte, beinahe kosmische Atmosphäre.
Lila Prat-Sordes & Noé Baker – «wax sculpture with soundscape»
Die Installation verbindet eine Wachs-Skulptur eines Rehkitzes mit einer ambienten Klanglandschaft. Sie entwirft eine spekulative Welt, in der Natur und Tiere auf die Zerstörung durch den Menschen reagieren und neue Formen von Körperlichkeit und Wahrnehmung entstehen.
Markus Aebersold – «Untitled (O.L. I)»
In «Untitled (O.L. I)» machen drei vibrierende Metallplatten Klang physisch erfahrbar. Elektrische Signale werden direkt in Bewegung übersetzt und erzeugen eine Komposition, in der Material, Resonanz und Frequenz untrennbar miteinander verbunden sind.
Noel Schmidlin – «MeTimeMachine»
Die interaktive Klanginstallation lädt Besucher:innen dazu ein, in völliger Abschirmung ihre eigene Musik zu erzeugen. MeTimeMachine überspitzt die Idee von «me time» und schafft einen intimen analogen Klangraum fern von digitaler Selbstdarstellung.
Samuel Tschudin – Bass-Automat aus dem Projekt «Schaltungsquintett»
Der Bass-Automat reagiert auf Schatten und Bewegung: Wird ein Lichtstrahl verdeckt, setzt sich die Klangskulptur in Gang. So verwandelt die Arbeit minimale Gesten in tiefe, perkussive Klänge im Raum.
Sébastien Vaillancourt – «Overengineered»
«Overengineered» untersucht den Moment, in dem technische Nachbildung zur Transformation wird. Die Skulptur in Form eines Baums funktioniert als Antenne und sendet ein unsichtbares elektromagnetisches Feld aus, das Besucher:innen mithilfe von Pickups in Klang übersetzen können.
Susan Fankhauser – «BEINGS»
Die silberglänzenden Wesen bewegen sich zwischen Kreatur, Relikt und futuristischem Objekt. In ihrer Gruppierung entsteht ein poetischer Raum zwischen Mythos, Erinnerung und spekulativer Zukunft.
Theodore Otis Flach / Belarmín Cremonini / Lia Sauser – «CORD»
CORD ist eine interaktive Klanginstallation, bei der Besucher:innen durch Ziehen an Objekten verschiedene Soundlandschaften steuern. Bewegung, Klang und Zusammenarbeit verschmelzen zu einem gemeinsamen musikalischen Erlebnis.
Hier geht es zum gesamten Programm: → Gare du Nord Sommerfest.
Öffnungszeiten Sounds Nice:
Fr 19.6. 16:00–20:00
Sa 20.6. 11:00–17:00
So 21.6. 10:00–19:00
Vernissage: Fr 19.6., 17:30 Uhr
Finissage: So 21.6, 15:30
Im Rahmen des Gare du Nord → Sommerfests