So. 20:00
Konzerte
14.05.23

Musik als Protest?

Ensemble Phoenix Basel

Foto: Ein Gruppenfoto des Ensemble Phoenix Basel in schwarz weiss.

Ensemble Phoenix Basel © Felix Groteloh

Das Werk für variables Ensemble und einen Sprecher «Coming together» des amerikanischen Komponisten und Pianisten Frederik Rzewski entstand im Herbst 1971. Kurz vorher, im September 1971, hatten die Insassen des Gefängnisses in Attica, gelegen im US-Bundesstaat New York, gegen die ihrer Ansicht nach unmenschlichen Haftbedingungen revoltiert und einige Wärter als Geiseln genommen. Auf Befehl des Gouverneurs stürmte die Nationalgarde das Gefängnis und machte der Revolte ein Ende, insgesamt 32 Menschen, darunter auch einige der Geiseln, wurden getötet. Einer der Getöteten war der Bombenattentäter Sam Melville, der im Frühjahr 1971 aus dem Gefängnis einen Brief an seinen Bruder geschrieben hatte, in dem er zwar auch die dort herrschenden Zustände beschrieb, vor allem aber über seinen Umgang mit der Situation und vor allem seine Zeit-Erfahrung reflektierte. Diese Komposition ist zu einem Paradebeispiel für Musik des Widerstands geworden. Sie zieht das Publikum aufgrund einer konsequent durchkonstruierten Architektur und genau kalkulierten Schlusssteigerung in seinen Bann.
Die Musik des palästinensischen Komponisten Samir Odeh-Tamimi strahlt eine ähnliche Kraft aus. Der deutsche Komponist Mathias Spahlinger ist in seinen Werken äusserst konsequent und kompromisslos. Beide Musiker verstehen sich als politische Komponisten.

Mit

Lucas Rössner (Sprecher), Ensemble Phoenix Basel, Jürg Henneberger (Musikalische Leitung)

Programm

Frederik Rzewski (*1938): «Coming Together» für Sprecher und Ensemble (1971); Samir Odeh-Tamimi (*1970): «Alif» (2014); Mathias Spahlinger (*1944): «Verlorener Weg I & II» für Ensemble (1999/2000)

Info

19:00 Uhr Konzerteinführung mit Jürg Henneberger

Dauer

70 Minuten, keine Pause

Preise

35.-/25.-/15.- (frei wählbar an der Abendkasse oder im Vorverkauf)

Freier Eintritt gilt für Personen mit Aufenthaltsbewilligung N, F oder S sowie für Kinder unter 12 Jahren. 5.- Studierende der Hochschule für Musik FHNW und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Uni Basel; 10.- Mitglieder Colourkey

Tickets

Neue Preispolitik

Mit Beginn der Spielzeit 22/23 gilt im Gare du Nord eine neue Preispolitik.
Neu wählen Besuchende den Eintrittspreis zwischen drei verschiedenen Preisstufen selbst:
CHF 35.- / 25.- / 15.-

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Tel. +41 61 683 13 13

Spielplan

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Ermässigungen

Freier Eintritt für Personen mit Aufenthaltsbewilligung N, F oder S, sowie für Kinder unter 12 Jahren (ausgenommen bei Kinderproduktionen und/oder wenn sie in Gruppen kommen).

Studierende der Hochschule für Musik FHNW und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Uni Basel haben weiterhin Zutritt zum Preis von CHF 5.-.
Colourkey Mitglieder bezahlen CHF 10.-

Saisonabo

Preise frei wählbar: CHF 350.- / 250.- / 150.-

Im Saisonabo sind fast alle Vorstellungen in der Spielzeit 22/23 inbegriffen.

Vorteile eines Saisonabos: Mit dem Saisonabo können Sie ihr Ticket jeweils an der Abendkasse abholen und es ist keine Reservation vorab nötig. Plätze für Inhaber:innen des Saisonabos sind bis 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn reserviert.

Das Saisonabo kann an der Abendkasse bezogen werden oder → per E-Mail bestellt werden.

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