Seit 2021 treibt [in]operabilities die künstlerische Forschung zur Aesthetic of Access im Musiktheater voran und verknüpft die Kunstform Oper mit der Frage nach ihrer Zugänglichkeit. Im Kanon und Kosmos der Oper suchen Künstler:innen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstilen nach Formen vielsinnlichen Musizierens und Sich-Begegnens. Im Mittelpunkt steht dabei die künstlerische Arbeit mit integrierter, teils gesungener Audiodeskription, Gebärdensprache und Gebärdensprachpoesie.
Die neue Produktion von [in]operabilities setzt sich mit «Fidelio», der einzigen Oper des später ertaubten Komponisten Ludwig van Beethoven, auseinander. Während Beethoven zu dieser Zeit mit der zunehmenden Isolation durch seine Ertaubung gekämpft haben soll, sucht das Performerinnen-Team nach der emanzipatorischen und befreienden Kraft der Musik für alle Sinne – und nach einer möglicherweise genuin tauben Ästhetik in Beethovens Werk aus dieser Zeit.
Nach «Die Insel» stehen diesmal die persönlichen Perspektiven der Performer:innen auf den Wunsch nach Freiheit, Autonomie und Zusammenhalt in krisenhaften Zeiten im Zentrum. Angesichts drastischer Kürzungen in der Kultur-, Demokratie-, Sozial- und Inklusionsförderung wird dieser Wunsch zugleich zu einer existenziellen Frage.
Benjamin van Bebber (Regie); Leo Hofmann (Komposition, frei nach Beethovens Oper «Fidelio»); Athena Lange, Fia Neises, Marie-Sophie Richter (Performance); Franziska Henschel (Dramaturgie); Susanne Tod, Emil Leske (Dramaturgie Deutsche Gebärdensprache); Naomi Sanfo, Jeanne Charlotte Vogt (Dramaturgie Audiodeskription); Gunda Schröder (Outside Eye & Ear); Ladislav Zajac (Licht/Raum); Jessica Gadani (Kostüm); Emil Leske (Regie-Support); Sofia Chionidou (Produktionsassistenz); Nina Klöckner/ehrliche Arbeit (Finanzen); Jeanne Charlotte Vogt (Öffentlichkeitsarbeit/Creative Producer); Susanne Tod, Emil Leske, Naomi Sanfo (Mitarbeit Öffentlichkeitsarbeit)
[in]operabilities (Konzept/Produktion/Libretto auf Deutsch und in Deutscher Gebärdensprache, inspiriert von Eva von Redecker, Donna Haraway und «Fidelio»); Christina Müller, Céline Sawkins, Nicole Ostrycharczyk, Marie Schaper, Clara Bosse, Anna Maria Meyer, Katrin Kukla, Kunigunde Schindler (Begleitung im Probenprozess von Dolmetscher:innen für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch)
Publikumsgespräch
Am 22.01.27 findet nach der Vorstellung ein kurzes Publikumsgespräch statt. Das Gespräch wird in Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Deutsch gedolmetscht.
Sprache
In Deutscher Gebärdensprache (DGS) und deutscher Lautsprache, mit vereinfachten Übertiteln und integrierter Audiodeskription auf Deutsch. Eine Induktionsschleife zur Hörunterstützung ist vorhanden.
Access
Für blinde und sehbehinderte Besucher:innen und ihre Begleitpersonen findet 60 Minuten vor Beginn eine Tastführung statt. Early Boarding ist 15 Minuten vor Beginn des Stücks möglich.
Rollstuhlplätze können gesondert gebucht werden. Vor Ort stehen Dolmetscher:innen für DSGS und Deutsch sowie Access-Buddies zur Verfügung, die bei Fragen zur Barrierefreiheit unterstützen.
Die Tribüne wird an einigen Stellen des Stücks in Vibration versetzt. Ausserdem kommen flackerndes Licht und Lichtreflexionen auf einigen Requisiten zum Einsatz.
60 Minuten, keine Pause
CHF 35.-/25.-/15.- (frei wählbar an der Abendkasse oder im Vorverkauf) Freier Eintritt gilt für Personen mit Aufenthaltsbewilligung N, F oder S. / CHF 5.- Studierende der Hochschule für Musik FHNW und des Musikwissenschaftlichen Seminars der Uni Basel / CHF 10.- Mitglieder Colourkey, KulturLegi und Kinder unter 12 Jahren.





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