Pot au feu – Suppe und Gespräch

An drei Abenden unserer «Musiktheaterformen» lädt der Musikwissenschaftler Roman Brotbeck in der Reihe «Pot au feu» nach der Aufführung wieder in die Bar du Nord ein. Bei Suppe und Wein geht es um Fragen, Eindrücke und um eine Auseinandersetzung mit der jeweiligen musiktheatralischen Form.


Di 21.11.*/Mi 22.11.17 je 20:00

«Durst & Frucht» – Wörter vollenden. Jacob & Wilhelm Grimm

Eine Koproduktion mit Gare du Nord und Musikfestival Bern

Zwei Brüder arbeiten unablässig Wörter ab, Tag für Tag, Tür an Tür, in unterschiedlichem Tempo, mit unterschiedlichen Techniken. Die Komponistin Annette Schmucki erzählt von der Arbeit der Brüder Grimm am deutschen Wörterbuch, vom Jagen und Sammeln der Sprache, vom Versuch, den Sprachberg zu zähmen. Schmuckis «Wortlistenmusik» für Sprechstimmen, Ensemble und Videoprojektionen ist eine Grenzwanderung zwischen Musik und Sprache, ein Kippen von Sprache in Musik und umgekehrt.

Mit: ensemble proton bern (Instrumente/Dirigat), Maulwerker Berlin (Stimmen): Regie: Therese Schmidt, Bühne/Kostüme: Hsuan Huang, Licht: Konrad Dietze, Video: Annie Rüfenacht, Produktion: Helena Tsiflidis
Musik: Annette Schmucki (Uraufführung)

*Im Anschluss: «pot au feu – Suppe und Gespräch» mit Roman Brotbeck


Di 20.03.*/Do 22.03.18 je 20:00

«Orpheus» – Freie Oper Zürich

Der Musiker Orpheus hebelt mit seinem Gesang die Gesetze der Natur aus. Er steigt hinab in die Unterwelt und erwirkt durch seine Musik die Rückgabe Eurydikes von den Toten. Der Mythos um den Sänger birgt Brisanz: denn Orpheus verschiebt Grenzen. Grenzen sind faktisch, wenn es um territoriale Begrenzung, und doch unfassbar, wenn es um eine genaue Wesensbestimmung geht. Je nach Perspektive zeigen sie sich als durchlässig. In der Komposition von Dominique Girod thematisiert die Freie Oper Zürich Variationen von Grenzperspektiven in unserer aus den Fugen geratenen Welt.

Mit: Denise Wintsch (Schauspiel), Irina Ungureanu (Sopran), Philipp Caspari (Countertenor), Isa Wiss (Alt) und Niklaus Kost (Bariton), Tobias Gerber (Saxophon), Matthias Spillmann (Trompete), Ivana Pristasova (Violine), Petra Ackermann (Bratsche), Karolina Öhman (Cello), Dominique Girod (Kontrabass), Urs Vögeli (Gitarre), Sebastian Hofmann (Perkussion), Tamriko Kordzaia und Rafael Rütti (Piano); Dominique Girod (Komposition, Musikalische Leitung), Corsin Gaudenz (Text, Regie), Benno Muheim (Dramaturgie), Barbara Pfyffer (Bühne), Carola Ruckdeschel (Kostüme), Lukas Piccolin (Produktionsleitung)

*Im Anschluss: «pot au feu – Suppe und Gespräch» mit Roman Brotbeck


Do 12.04.*/Fr 13.04.18 je 20:00

«Sinatra in Agony» – Oscar Bianchi

Eine Koproduktion mit Gare du Nord und LAC Lugano

Frank Sinatra leidet. Ein grosses Dilemma quält ihn. Soll er sich ganz dem stillen Ruhm hoher Künste verschreiben oder doch dem glitzernden Weg der Popmusik folgen? Eines ist klar: Tief in seinem Herzen wollte Sinatra eigentlich immer ein grosser Countertenor werden. Doch er muss schon früh eingesehen haben, dass man die Massen nicht mit zeitgenössischer Musik für sich gewinnen kann. Seitdem übt er sein Falsetto nur, wenn ihn niemand hören kann, allein unter der Dusche oder spät nachts über den Dächern ...

Mit: Daniel Gloger (Countertenor), Nouvel Ensemble Contemporain unter der Leitung von Pierre-Alan Monot u.a.; Oscar Bianchi (Komposition / Regie), Marlene Kolatschny (Text, Dramaturgie), Helena Tsiflidis (Produktion)

*Im Anschluss: «pot au feu – Suppe und Gespräch» mit Roman Brotbeck

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