«Salvatore Sciarrino und Gérard Grisey» – Ensemble Diagonal

Zwölf kurze Textfundstücke, auf Mauern geschmiert oder in philosophischen Traktaten formuliert, fasste Salvatore Sciarrino in einem Miniaturenzyklus für Bariton und kleines Solistenensemble zusammen: «Quaderno di strada», ein «Notizheft der Strasse», das keine klassische Vertonung sein will, sondern aus dem Notierten poetische Momentstimmungen gewinnt, losgelöst von jedem Zusammenhang, ganz in sich selbst ruhend.
Gérard Grisey bezeichnet die Komponente harmonischer Spektren als «midi du son», als Ton, der eine maximale Luminosität besitzt. Diesem Licht-Prozess steht ein Schatten-Prozess aus inharmonischen Spektren und weissem Rauschen gegenüber. Daraus leitet sich allerdings keine klare formale Einteilung ab, da Grisey seine Komposition als ein einheitliches Kontinuum versteht, an den Horizont geworfen als grosser Bogen, vom Erwachen des Tags bis zur Nacht.

Mit: Robert Koller (Bariton) und dem Ensemble Diagonal für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik Basel; Leitung: Jürg Henneberger

Programm: Salvatore Sciarrino (*1947): «Quaderno di strada» (2003); Gérard Grisey (1946–1998): «Jour, contre-jour» (1978)

Eine Produktion der Hochschule für Musik Basel

Salvatore Sciarrino © Marion Kalter / AKG

Salvatore Sciarrino © Marion Kalter / AKG

Gérard Grisey © Guy Vivien

Gérard Grisey © Guy Vivien

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Fr 04.11.16 20:00

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