«Musiktheaterformen»

Facetten des aktuellen Musiktheaters in Präsentation und Gespräch

Was sind die Ingredienzien für spannendes Musiktheater? Wir präsentieren in dieser Spielzeit Musiktheaterproduktionen aus den Bereichen Kammeroper, instrumentales Theater,
Théâtre musical und experimentelles Musiktheater, sowie ein Symposium und ein Research-Atelier.


Kommende Veranstaltungen

Mi 20. / Fr 22. / Sa 23. / So 24. / Mo 25.10.21 • je 20:00

«Senza Ora» – Ein unendlicher Klangraum

Wohin geht die Musik? Zum Auftakt der Jubiläums-Saison des Gare du Nord und seines 20-jährigen
Bestehens beleuchtet das Musiktheater-Projekt «Senza Ora» den Wesenskern der Musik: ihre Flüchtigkeit. Der Abend verbindet Werke der Alten Musik von Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Francesco Cavalli mit Werken von Bruno Maderna, Uraufführungen von Caspar Johannes Walter und Elnaz Seyedi und stellt die typischen Kategorien von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart in Frage.

Mit: Jürg Henneberger (Musikalische Leitung), Johannes Keller (Arciorgano/Musikalische Leitung
Alte Musik), Désirée Meiser (Regie/Konzept) u.v.m.
Programm: Werke von Johann Sebastian Bach, Francesco Cavalli, Bruno Maderna, Caspar Johannes Walter (UA) und Elnaz Seyedi (UA), Leo Hofmann


Fr 19.11.21 • 20:00 • ca. 45 Minuten

«Le grand Plongeon» – Kollektiv International Totem

«Le grand Plongeon» ist eine performative Erkundung des Mythos ‹Atlantis›, basierend auf dem gleichnamigen Orchesterwerk des ungarischen Komponisten Peter Eötvös. Die Transkription des Werkes durch das Kollektiv International Totem wird von Echtzeit-Prozessen begleitet, durch Sampler, Szenographie, durch Video und Text - eine Video-Oper im Kleinformat!

Mit: Kollektiv International Totem, Leandro Gianini (Technik), Dalius Singer (Softwareentwickler)
Programm: Kollektiv International Totem, Transkription von ‹Atlantis› (1995) von Peter Eötvös (*1944)


Di 07.12. & Mi 08.12.21 • je 20:00

«Un Renversement - von Don Giovanni» – La Cage & Il Profondo

Wie geht man mit einem alten Meisterwerk um, das angesichts aktueller Ethikmassstäbe inakzeptabel ist? «Un Renversement» geht der bildhauerischen Idee des Kippens nach – des Umstürzens, der Umkehrung von Objekten, Werten, Harmonien und Körpern, um die Frage der Moral in der Kunst zu untersuchen.

Mit: Aliénor Dauchez (Regie), Marta Zapparoli (Komposition), Johannes Keller (Musikalische Leitung/ Cembalo), Bastian Zimmermann (Dramaturgie), Michiko Takahashi (Sopran), Thorbjörn Björnsson (Bariton), Anna Fusek (Klavier/Synthesizer), Marta Zapparoli (Live-Elektronik), Margaux Robin (Tonregie), Michael Kleine (Bühnenbild/Kostüm)


Fr 17. & Sa 18.12.21

Symposium: «Hybrid Motors – neue Formen zwischen live und virtuell im Musiktheater»

Wir möchten gemeinsam mit dem im Frühjahr 2021 gegründeten Schweizer Musiktheaternetzwerk ‹Mission Musiktheater Schweiz› und dem internationalen Netzwerk ‹MusicTheatreNOW› hybride Formen des Musiktheaters zwischen live und virtuell diskutieren und diese auch als eine neue Chance für den internationalen Austausch prüfen. Das detaillierte Programm folgt in Kürze.

Mit: Guy Coolen, Simon Steen-Andersen, Katharina Rosenberger, Daniel Ott, Beth Morrison, Andreas Eduardo Frank, Oscar Escudero und Belenish Moreno-Gil u.a.


Fr 17.12.21 • 20:00 • ca. 1 Stunde

«Subnormal Europe» – Óscar Escudero und Belenish Moreno-Gil

Ist es möglich, etwas technisch exakt zu replizieren, das analog stattgefunden hat? Ist ein Dokument nicht schon immer ein Dokument eines Dokuments? Wo endet die Wahrhaftigkeit und wo beginnt die Nachbildung? Óscar Escudero und Belenish Moreno-Gil schaffen in «Subnormal Europe» eine ästhetisch wuchtige und faszinierende Performance, die audiovisuellen Fragmenten nachgeht, den Spuren europäischer Gemeinschaft folgt und die Daten-Reizüberflutung in den Medien auf die Bühne bringt.

Mit: Noa Frenkel (Contralto), Sebastian Schottke (Stimme); ZKM | Hertz-Labor


Mi 05.01. & Do 06.01.22 • je 20:00

«Wildern» – Collectif barbare

Eine fragile Arche Noah – gefüllt mit den wertvollsten Erinnerungen und wichtigsten Dingen des Lebens – trägt das Publikum auf eine klangliche und poetische Reise in die Welt der Texte des Lyrikers Raphael Urweider. Astride Schlaefli inszeniert die Musikerin Vera Kardos in einer freistehenden Kunstinstallation.

Mit: Astride Schlaefli (Konzept/Regie), Vera Kardos (Musikerin/Performerin), Raphael Urweider (Text), Natania Prezant (Dramaturgie); Isabelle Menke, Vivianne Mösli, Irina Ungureanu, Michael Wolf (Stimmen); Christian Kuntner (Tonkonzept), Michael Omlin (Lichtkonzept); Roger Wirz, Katarina Sarnowski (Bühnenbild)
Programm: Henryk Gorecki (1933-2010): ‹Little Fantasia›, Op. 73 (Ausschnitte); Arvo Pärt (*1935): ‹Fratres› (Ausschnitte); Dmitri Schostakowitsch (1906-1975): Streichquartett Nr. 8 / c-Moll op. 110 (Ausschnitte); Kreationen von Astride Schlaefli, Armelle Scholl und Anna Trauffer


«Fenster Festival Neue Musik Rümlingen»

Do 27.01.22 • 20:00

«Zeugen» – Georges Aperghis

Der Komponist Georges Aperghis vertonte Texte von Robert Walser woraus das Théâtre Musical Werk «Zeugen» entstand. In feinster, ironisch walser’scher Art sprechen diese Zeugen des Lebens ausgehend von Walsers Dramolett ‹Table d’hôte› von sich, von ihren Geschichten und Ideen.

Mit: Salome Kammer (Gesang), Ernesto Molinari (Klarinette), Teodoro Anzellotti (Akkordeon), Aljandro Oliván (Altsaxophon), López Mathilde Hoursiangou (Klavier), Françoise Rivalland (Cimbalom), Marcus Weiss (Leitung)
Programm: Georges Aperghis (*1945): «Zeugen» für Sängerin, Ensemble und sieben handpuppen von Paul Klee (2007)


«Fenster Festival Neue Musik Rümlingen»

Sa 29.01.22 • 20:00 & So 30.01.22 • 17:00

«Die Europäerin» – Roland Moser

Das von Roland Moser vertonte Mikrogramm enthält vier Texte von Robert Walser. 1927 war das Thema ‹Europa› in aller Munde. Dass Walser als kritischer Zeitgenosse auch auf dieses Europa-Thema ironisch anspielt, zeigt seine Skepsis gegenüber jeglicher Art von Common-sense.

Mit: Leila Pfister (Mezzosopran), Niklaus Kost (Bariton), Jürg Kienberger (Sprecher), Conrad Steinmann (Blasinstrumente), Helena Winkelman (Viola), Ingrid Erb (Regie/Ausstattung), Pierre Sublet (Dramaturgie)
Programm: Roland Moser (*1943): ‹Die Europäerin› (2020) Musiktheater für zwei Musiker*innen, zwei Sänger*innen und einen Sprecher auf das Mikrogramm 400


Sa 05.02.22 • 20:00

«Electric Eros» – Celeste Oram & Ensemble Adapter

«Electric Eros» ist ein neues experimentelles Hörstück, das Radiogeschichten aus Island und Neuseeland miteinander verbindet. Diese weit entfernten Inseln, sind auch Heimat von drei Mitgliedern des Ensembles Adapter. «Electric Eros» arbeitet mit dem Medium Radio und manifestiert sich als musik-theatrales Bühnenstück und Hörspiel zugleich.

Mit: Kristjana Helgadóttir (Flöte/Stimme), Ingólfur Vilhjálmsson (Klarinette/Stimme), Gunnhildur Einarsdóttir (Harfe/Stimme), Matthias Engler (Percussion/Stimme), Celeste Oram (Komposition/Regie), Zak Argabrite (Technische Entwicklung/Design)
Programm: Celeste Oram (*1990): ‹Electric Eros› (2021) für Flöte, Klarinette, Harfe, Perkussion, Stimme und Elektronik

Mit Unterstützung von APRA AMCOS


Di 15. / Mi 16. / Do 17.03.22. • je 20:00 • ca. 1 Stunde

«Die Jeinsager» – mehrblick&ton

«Die Jeinsager» positionieren sich mit Arien, Texten und musikalischen Interventionen zu den Fragen im Spannungsfeld von Ja, Nein und Jein und weiten ihr Stück zu einem multimedialen Theaterabend aus. Folie dafür ist die Schuloper ‹Der Jasager› von Brecht/Weill. Wieviel Informationen sind nötig, um eine mündige Entscheidung zu treffen?

Mit: Robert Koller (Gesang/Performance), Christoph Waltle (Gesang/Performance), Martina Mutzner (Gesang/Performance); Lara Liechti, Ruben Banzer, Julia Siegwart, Elena Dietrich, Timothy Löw, Tobias Wurmehl (Chor); Aline Staskowiak (Stimme), N.N. (Klavier/E-Orgel/E-Piano); mehrblick&ton: Wolfgang Heiniger (Konzept/Texte/Komposition), Therese Schmidt (Konzept/Texte/Regie/Performance); Gary Berger (Klangregie Lautsprecherorchester), Hsuan Huang (Bühne/Kostüme), Jonas Sulzer (Video), Konrad Dietze (Licht), Änne-Marthe Kühn (Produktionsleitung)


Do 07.04.22 • 20:00

«ä schöne buep seit adjö» – Ursina Greuel

Ein junger Mann trauert um seinen Geliebten, der bei den Zürcher Jugendunruhen von der Polizei erschossen wurde. Die Totenklage zeigt den jungen Mann, der sowohl sein Coming-out als auch die Politisierung an der Seite des älteren Freundes erlebt hat in all seiner Verletzlichkeit.

Mit: Julian Schmidlin (Schauspiel/Gesang), Samuel Fried (Klavier), Ursina Greuel (Regie), Cornelia Peter (Kostüme), Jens Seiler (Licht)
Programm: Martin Frank (*1915): ‹ä schöne buep seit adjö› Langgedicht; Musik nach Motiven von ‹Children’sSongs› von Chick Corea (1941-2021)

Eine Matterhorn Produktion in Koproduktion mit dem sogar theater Zürich


Mo 11. & Di 12.04.22 • je 20:00

«Ich habe genug» – Theater Marie

Die Kantate Nr. 82 ‹Ich habe genug› von Johann Sebastian Bach steht im Mittelpunkt dieses Abends. Das Ensemble umkreist mit Musik von Johann Sebastian Bach das Thema des Aufhörens. Wir probieren aus, wie es sich anfühlt, ‹Ich habe genug› zu sagen.

Mit: Bo Wiget (musikalische Leitung/Cello), Simone Keller (Klavier), Lena Kiepenheuer (Sopran), N.N. (Violine), Eva Brunner (Schauspiel), Herwig Ursin (Schauspiel), Michael Wolf (Schauspiel), Olivier Keller (Regie), Patric Bachmann (Dramaturgie), Tatjana Kautsch (Kostüme), Andreas Bächli (Szenografie)


Mi 20. & Do 21.04.22 • je 20:00

«Die Beelzebub Sonate» – Aleksander Gabryś

Der Musiktheater-Abend «Die Beelzebub Sonate basiert auf einem der wichtigsten Theaterstücke des polnischen Autors Witkiewicz (Witkacy). Aleksander Gabryś greift mit dem Beelzebub – dem Dieb der Talente – die Ader des Traums und der grotesken Fantasie Witkacys auf

Mit: Maja Bader (Stimme/Performance), Irinel Anghel (Stimme/Performance), Leonhard Dering (Klavier/Performance), Kaspar König (Instrumente/Performance), Aleksander Gabryś (Kontrabass/Performance)
Programm: Aleksander Gabryś (*1974): ‹Die Beelzebub Sonate› (2021-22, UA)


Mo 09.05.22 • 20:00 & Di 10.05.22 •17:00 und 20:00

«Revox – A Tale of Phantoms» – Collectif barbare

Eine Stimme erzählt über Kopfhörer aus dem Leben Paul Stillers, des grössten Toningenieurs der Filmgeschichte. Eines Tages entdeckt er im Herzen einer alten Aufnahme einen ‹Splitter der Stille›. Er geht dem Phänomen nach und findet Tondokumente seiner vor 30 Jahren verschwundenen Ehefrau.

Mit: Astride Schlaefli (Regie/Konzept), Christian Kuntner (Ton/Konzept), Michael Omlin (Licht), David Merz (Maschine), Natania Prezant (Dramaturgie), Isabelle Menke (Stimme), Irina Ungureanu (Gesang)

Eine Produktion von Collectif barbare in Koproduktion mit dem Theater Tuchlaube Aarau und dem Theater Winkelwiese Zürich


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