«Musiktheaterformen»

Facetten des aktuellen Musiktheaters in Präsentation und Gespräch

Was sind die Ingredienzien für spannendes Musiktheater? Wir präsentieren in dieser Spielzeit zehn Musiktheaterproduktionen aus den Bereichen Kammeroper, instrumentales Theater, Théâtre musical und experimentelles Musiktheater. An drei Abenden bitten wir nach der Aufführung zum «Pot au feu» in die Bar du Nord. Bei Suppe und Wein geht es um Eindrücke, Fragen und um eine Auseinandersetzung mit der jeweiligen musiktheatralischen Form.


Sa 19. / So 20.10.19 je 20 Uhr jeweils 19:00 Einführung

«Alles klappt» – Ondřej Adámek und Katharina Schmitt (Saisoneröffnung)

Schweizer Erstaufführung

«Liebste Kinder. Sind gut angekommen. Schlafen gut. Warm. Seid unbesorgt!» Das Musiktheater «Alles klappt» basiert auf Archivmaterial des Jüdischen Museums in Prag, einem von Ondřej Adámeks Grossvater mitgestalteten Treuhandkatalog sowie auf Briefen und Postkarten, die dem Nachlass der Familie Adámek angehören.

Mit: Olga Siemiencuk (Sopran), Thérèse Wincent (Sopran), Landy Andriamboavonjy (Sopran), Steve Zheng (Tenor), Dominic Kraemer (Bariton), Tobias Müller-Kopp (Bariton), Jeanne Larrouturou (Percussion), Miguel Ángel García Martín (Percussion)
Komposition und Musikalische Leitung: Ondrej Adámek, Libretto und Regie: Katharina Schmitt, Bühne und Kostüm: Patricia Talacko, Dramaturgie: Götz Leineweber, Sprechcoach: Caroline Scholz Ott

Sa 19.10.: Im Anschluss Podium mit Prof. Dr. Erik Petry (Zentrum für Jüdische Studien)
So 20.10.: Im Anschluss «Pot au feu – Suppe und Gespräch» mit Désirée Meiser und Dr. Shifra Kuperman (Zentrum für Jüdische Studien)


Di 19. / Mi 20.11.19 je 20 Uhr

«Im Nebel» – Knabenkantorei Basel

Eine Sprachsalve gegen den Krieg nach Otto Nebels Text «Zuginsfeld»

«Wir wollen keinen Krieg!» Sie marschieren, rebellieren, brüllen, sterben, stehen wieder auf und singen: Die Männerstimmen der Knabenkantorei Basel verkörpern das unfassbar Entmenschlichte des Krieges auf eine zutiefst berührende Weise.

Komposition: Till Löffler, Musikalische Leitung: Oliver Rudin, Regie: Ursina Greuel, Kostüme: Bettina Ginsberg, Licht: Jens Seiler
Eine Koproduktion von Gare du Nord Basel, sogar theater Zürich und Matterhorn Produktionen. Wiederaufnahme.

Di 19.11.: Im Anschluss Podiumsgespräch mit Ursina Greuel und Prof. em. Dr. Georg Kreis (Gründungsdirektor Europainstitut Basel)


Sa 07.12.19 20 Uhr

«Les souffrances de Job» – Michèle Rusconi und IGNM Basel

Uraufführung

Die Komposition «Les souffrances de Job» – Die Leiden des Hiob – von Michèle Rusconi bezieht sich auf das gleichnamige Theaterstück des israelischen Dramatikers Hanoch Levin.
In der fast dreitausend Jahre alten Geschichte des Hiob geht es um einen Mann, der schuldlos grosses Unglück erleidet. Hanoch Levin hingegen stellt Hiobs Leiden als sinnlos und deshalb umso tragischer dar.

Mit: Meitar Ensemble Tel Aviv, Tehila Nini Goldstein (Sopran), Zohar Wexler (Sprecher)
Eine Produktion von Michèle Rusconi und der IGNM Basel.

Im Anschluss: Podiumsgespräch mit Michèle Rusconi und Matthias Naumann (Autor, Übersetzer, Verleger)


Sa 18. / So 19.01.20 je 20 Uhr

«Ødipus REC.» – The Navidsons

Wie viel Erkenntnis ist möglich in einer Welt, in der wir unablässig mit Bildern konfrontiert werden? Sind wir vom ständigen Fluss visueller Informationen verblendet? Was wäre, wenn wir nur hören könnten – wie Ödipus nach seiner Selbstblendung?

Mit: Michael Taylor (Countertenor), Thomas Douglas (Schauspiel), N.N. (Knabe); Ensemble Lemniscate Basel unter der Leitung von Daniel Moreira
The Navidsons: Ole Hübner (Komposition), Till Wyler von Ballmoos (Regie), Tassilo Tesche (Ausstattung), Maxine Devaud (Produktionsleitung)

Sa 18.01.: Im Anschluss «Pot au feu – Suppe und Gespräch» mit Roman Brotbeck


Sa 09.02.20 20 Uhr

«Time with People» – Tim Parkinson / NEC

«Time with People» ist eine surrealistische Vision des Alltags. Ist es ein kritischer Kommentar zu unserer auf eine dystopische Zukunft ausgerichtete Konsumgesellschaft oder nur ein absurdes, chaotisches, humorvolles Musiktheater? Tim Parkinsons Werk entstand 2014–17 aus voneinander unabhängigen Stücken mit der Idee, keine traditionellen Instrumente und keine professionellen Stimmen zu verwenden. Es wird gespielt vom Nouvel Ensemble Contemporain (NEC) aus La Chaux-de Fonds.

Mit: Nouvel Ensemble Contemporain (NEC)


Do 13.02.20 20 Uhr

«52 m2 unrenoviert» – Jeroen Engelsman

Realität ist meist nur ein schwaches Abbild dessen, was wir uns vorstellen. Um die eigenen Vorstellungen und Wünsche zu realisieren, muss man das Risiko eingehen, sich zu öffnen und verletzbar zu machen. In «52 m2 unrenoviert» treffen drei junge, enthusiastische KünstlerInnen aufeinander. Sie geben sich dem musikalischen Risiko hin.

Mit: Madeline Engelsman, Jeroen Engelsman und Dominic Chamot
Musik: Aqua, Carla Bruni, Franz Schubert, Joseph Haydn, Nikolai Kapustin u. v. a.


Di 10.03.20 20 Uhr

«Reise nach Comala» – Germán Toro Pérez

Live-Hörspiel-Fassung des «Theaters der Stimmen»

«Reise nach Comala» ist ein Gespräch mit den Toten. Das «Theater der Stimmen» des Komponisten Germán Toro Pérez basiert auf dem Roman «Pedro Páramo» des mexikanischen Autors Juan Rulfo. Für die Stimmen aus der Totenwelt Comalas hat Toro Pérez einen vielstimmig klingenden Resonanzraum kreiert.

Mit: Phace Wien, Vokalensemble Zürich, Peter Siegwart (Dirigent), Florian Bogner & Germán Toro Pérez (Elektronik & Klangregie)

Eine Produktion von Phace, Vokalensemble Zürich, Wiener Konzerthaus und IGNM Basel, in Kooperation mit ICST Zürich und Gare du Nord


Di 17.03.20 17 Uhr & 20 Uhr / Mi 18.03.20 20 Uhr

«Revox – A Tale of Phantoms» – Collectif barbare

3-D-Hörspiel in einer Klang- und Lichtinstallation

Über Kopfhörer erzählt eine Stimme von Paul Stiller, dem grössten Toningenieur der Filmgeschichte. Eines Tages entdeckt er im Herzen einer alten Aufnahme einen Splitter der Stille. «Revox» ist ein Film noir für die Ohren ohne DarstellerInnen mit Musik von Astride Schlaefli, Anna Trauffer, Charles Ives, Duke Ellington, Art Tatum, Dmitri Shostakowitsch u.a.

Mit den Stimmen von: Isabelle Menke und Irina Ungureanu; Regie und Konzept: Astride Schlaefli, Ton und Bühnenbild: Christian Kuntner, Licht: Michael Omlin, Maschinen: David Merz
Eine Produktion von Collectif barbare in Koproduktion mit dem Theater Tuchlaube Aarau und dem Theater Winkelwiese Zürich


Do 02.04 / Fr 03.04.20 je 20 Uhr

«Quaderno di strada» – Salvatore Sciarrino

Inszenierter Liederzyklus

In seinem Liederzyklus «Quaderno di strada» (Strassenbilder) benutzt der sizilianische Komponist Salvatore Sciarrino «Objets trouvés» als Textmaterial. Seine zerbrechliche Klangsprache erzeugt dabei einen Kosmos der Innerlichkeit, aus dem die Inszenierung von Matthias Rebstock immer wieder in die Gegenrichtung aufbricht – in die Diesseitigkeit der Welt und die Direktheit der Dinge: Things as they are.

Mit: Christian Hilz (Bariton), Ensemble Vertigo und Studierende der Gesangsklassen der Hochschule der Künste Bern, Lennart Dohms (Dirigent), Matthias Rebstock (Regie)
Eine Produktion der Hochschule der Künste Bern


Do 23. / Fr 24. / Sa 25.04.20 je 20 Uhr

«Ja, Mama! Nein, Mama!» – mehrblick&ton

ein performatives Musiktheater

In «Ja, Mama! Nein, Mama!» fragt das Musiktheaterkollektiv mehrblick&ton nach Mechanismen aktueller politischer Meinungsbildung und stellt die Frage nach der individuellen Entscheidungskraft. Grundlage und Folie für diese Auseinandersetzung ist das Lehrstück «Der Jasager» von Elisabeth Hauptmann, Bertolt Brecht und Kurt Weill.

Mit: Robert Koller, Christoph Waltle, Martina Mutzner (Gesang, Performance), Chor und Orchester; Komposition: Wolfgang Heiniger, Regie: Therese Schmidt, Musikalische Leitung: Andreas Brenner, Klangregie: Gary Berger, Bühne und Kostüme: Hsuan Huang, Licht und Technik: Konrad Dietze, Produktionsleitung: Helena Tsiflidis

Fr 24.04.: Im Anschluss «Pot au feu – Suppe und Gespräch» mit Roman Brotbeck

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