«Die Grosse Koalition» – Novoflot

Eine ausserparlamentarische Oper für Gesangsensemble, Barockquartett und die Band, die niemand kennt

© Falko Siewert

© Falko Siewert

Die junge Berliner Opernkompanie Novoflot ist bekannt durch ihre innovativen Inszenierungen mit denen sie neue Produktionswege und Konzepte für die zeitgenössische Oper suchen. In Basel sind sie im Rahmen des Festivals «Klangbasel» mit «Die grosse Koalition» zu Gast.

«Die grosse Koalition» ist eine Paraphrase über das luxuriöse Wesen der Demokratie in der Ersten Welt. Im Gare du Nord entsteht mit einem Team von Schweizer SpezialisteInnen die erste Keimzelle der ausserparlamentarischen Oper als subversive Zusammenkunft von Barock-Quartett, Free Jazz-Ensemble, SängerInnen und SchauspielerInnen. Mit der «ausserparlamentarischen Oper» startet Novoflot einen internationalen Kulturdialog: Mit künstlerischen Strategien soll der Chor der Zwänge verlassen werden und in einer einer weltumspannenden Kommunikation ein zukunftsweisendes Miteinander entstehen. Das Projekt fragt nach den Möglichkeiten von Debatten im Allgemeinen und der Freiheit des Einzelnen vor dem Hintergrund einer Partizipation in gesellschaftlichen Prozessen. Auf musikalischer Ebene geschieht dies, indem Novoflot ein Barockquartett einem frei improvisierenden Ensemble gegenüberstellt. Während einerseits das musikalische Universum von Johann Sebastian Bach als grosser gemeinsamer Nenner im Kauderwelsch der Kulturen erkannt wird, bezieht sich Novoflot andererseits auf das legendäre «Double Quartett»-Album des Saxophonisten Ornette Coleman. Dieses Album war die Geburtsstunde des Free Jazz, der wie keine andere Kunstform die Freiheit des Einzelnen hervorhebt. Letztlich entstand hier die erste parlamentarische Situation der Musikgeschichte, indem Coleman und seine Bands eine polyphone Grosse Koalition der freien Improvisation und eine Utopie der Gleichberechtigung einläuteten.

Regie: Sven Holm, Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga, Bühne: Elisa Limberg, Kostüme: Sara Kittelmann, Video: Lisa Böffgen und Karolina Serafin, Dramaturgie: Malte Ubenauf und Krischa Hasselbach, Produktionsleitung: Dörte Wolter;
Mit: Lamento Project (Catherine Aglibut, Claudio Puntin, Christian Gerber, Ulrike Becker), Yuka Yanagihara, Robert Koller, Varia Sjöström, Henriette Bothe, Sylvana Seddig, Alex Huber.

Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin, den Fonds Darstellende Künste und die Fundation Nestlé pour l’art.

In Kooperation mit Radialsystem V, Berlin.
Im Rahmen von Klang Basel 2016

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Fr 23.09.16 20:00

Im Rahmen von KlangBasel 2016

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