Ensemble Phoenix Basel

«aus alt mach neu…» – Ensemble Phoenix Basel

In «aus alt mach neu…» sucht das Ensemble Phoenix Basel ganz bewusst nach musikalischen Wurzeln in der Musik der Renaissance und dem Frühbarock und deren Umsetzung in heutiger Zeit.
Der italienische Komponist Salvatore Sciarrino ist einer der Komponisten von heute, dessen Klangsprache eine ganz ureigene Farbe hat, die mitunter auf seine intensive Auseinandersetzung mit alter Musik fusst. Der Zugang des Gitarristen Maurizio Grandinetti ist mehr eine Übersetzung alter Musik in unsere Zeit; musikalische Gesten und psychische Gefühlszustände, werden in neuem Gewand und ungewöhnlich instrumentiert in unsere Zeit geholt. Das Programm wird ergänzt durch einen Auftrag an den Basler Komponisten Lukas Langlotz. In seinem neuen Werk wird ein ‹Arciorgano› zu hören sein, eine Orgel, die nach Plänen aus dem 16. Jahrhundert gebaut wurde und pro Oktave 36 verschiedene Tonstufen ermöglicht.

Ensemble Phoenix Basel:
Christoph Bösch (Flöte, Altflöte, Bassflöte), Lorenz Eglhuber (Oboe, Englischhorn, Oboe d’amore), Toshiko Sakakibara (Klarinette, Bassklarinette), Aurélien Tschopp (Horn), Nenad Marković (Trompete), Michael Büttler (Posaune), Daniel Stalder (Schlagzeug), Nejc Grm (Akkordeon), Consuelo Giulianelli (Harfe), Maurizio Grandinetti (Gitarre, E-Gitarre), Friedemann Treiber, David Sontòn Caflisch (Violine), Petra Ackermann (Viola), Martin Jaggi (Violoncello), Aleksander Gabryś (Kontrabass)
Leitung)

Mit: Maya Amir, Johannes Keller, Ludovic Van Hellemont, Maurizio Grandinetti, Jürg Henneberger

Programm:
Carlo Gesualdo (1566-1613): ‹Gagliarda del Principe di Venosa›, ‹Canzon francese del Principe› Bearbeitung für Instrumental-Ensemble von Johannes Keller/Jürg Henneberger;

Salvatore Sciarrino (*1947): ‹Gesualdo senza parole› per ensemble (2013), ‹Il sogno di Stradella› per pianoforte e strumenti (2017);

Antonio Vivaldi (1678-1741, Italien) / Maurizio Grandinetti (*1964, Italien/Schweiz):
‹Preludio› zu ‹Sonno› für Flöte und Elektronik, ‹Sonno› (aus ‹Tito Manlio›) für Sopran und Ensemble (1719/2018);

Tarquinio Merula (1595-1665, Italien) / Maurizio Grandinetti: ‹Hor ch’è tempo di dormire› (aus ‹Curtio precipitato et altri Capricii›) für Sopran, Flöte, Bassklarinette, Harfe und Gitarre (1638/2018);

Alessandro Stradella (1643-1682)/Maurizio Grandinetti (*1964): ‹Preludio› zu ‹Io per me non cangerei› für Flöte, Bassklarinette, Harfe, elektrische Gitarre und Elektronik (1675/2018), ‹Io per me non cangerei› (aus ‹San Giovanni Battista›) für Sopran, Flöte, Bassklarinette, Harfe, elektrische Gitarre und Elektronik (1675/2018), ‹Chi viva godendo› (aus ‹La Forza delle Stelle ovvero il Damone›) für Sopran, irische Harfe und Gitarre (1675/2018), ‹Col mio Sangue comprarei› (aus ‹Moro per Amore›) für Sopran, Bassflöte, Bassklarinette, Harfe und elektrische Gitarre (1681/2018), ‹Sù coronatemi› (aus ‹San Giovanni Battista›) für Sopran, Flöte, Bassklarinette, Harfe und elektrische Gitarre (1675/2018);

Lukas Langlotz (*1971): ‹Serpentin› für Arciorgano und Ensemble (2021, UA, Auftrag EPB)

Ensemble Phoenix © Felix Groteloh

Ensemble Phoenix © Felix Groteloh

Maya Amir © zVg

Maya Amir © zVg

Biografie Maya Amir:
Die Mezzosopranistin Maya Amir spezialisiert auf die historisch informierte Aufführung von Barockopern aus dem 18. Jahrhundert – ihr Passionsfach.
In ihren Rezitals in Europa und Israel integriert sie auch Originalkompositionen in ihrer Muttersprache Hebräisch und Weltmusik.

Sie ist für die Saison 2021/22 Mitglied der Promotion Tchaikovsky an der Académie Musicale Philippe Jaroussky.
Gewinnerin des dritten Preises des Froville International Baroque Singing Competition 2018 sowie des Silber Preises des Manhattan International Music Competition in Carnegie Hall 2018. Maya nahm 2019 an den Meisterkursen von Joyce Didonato in der Carnegie Hall teil.

Maya ist Master-Absolventin in Gesangspädagogik an der Schola Cantorum Basiliensis unter der Leitung von Rosa Domínguez.
Master Absolventin in Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, wo sie bei Elvira Dreßen studierte sowie Bachelor Absolventin in Gesang an der Buchmann-Mehta School of Music der Tel Aviv Universität bei Efrat Ben-Nun.
Seit 2017 ist Andreas Scholl einer ihrer geschätzten Mentoren.
Gewinnerin der Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der American-Israel Cultural Foundation (AICF).
Sie hat ausserdem Meisterkurse bei René Jacobs, Margreet Honig und Andrea Marcon besucht.

Ihr Konzertrepertoire umfasst Händels «Apollo e Dafne», Pergolesis «Stabat Mater», Mozarts Große Messe in c moll, Vivaldis «Gloria» und «Magnificat». Maya trat bei den Festtagen Alte Musik Basel, beim Israeli Radio Festival, beim Abu Gosh Festival, beim La Seine Musicale sowie beim Bach Archiv Leipzig auf.

Engagements als Solistin bei Hortus Musicus, Barrocade Ensemble, Jerusalem Baroque Orchestra und der Kölner Akademie.
Im Sommer 2021 war sie auf Tournee mit dem Barrocade Ensemble in Estland mit Werken von Antonio Vivaldi und venezianischen Komponisten unter der Leitung von Andres Mustonen.
Im Oktober 2022 wird sie ihr Debüt bei den Varaždin Baroque Evenings mit einem Programm aus dem 17. Jahrhunderts sowie südamerikanischer und Ladino-Musik mit dem Barrocade Ensemble.
Im Januar 2023 wird sie in Italien auf Tournee gehen und virtuose Arien von Antonio Vivaldi mit dem Barrocade Ensemble interpretieren.

Zu ihren Opernrollen zählen die Zweite der drei Damen («Zauberflöte»), Cherubino («Le Nozze di Figaro»), Piacere («Il Trionfo del Tempo e del Disinganno»), Aminta («L’Olimpiade»), Riccardo («Il Trionfo dell’Onore»).

Maya hat vor kurzem ihr Album «Night on the Waters» veröffentlicht, das mediterrane Kompositionen, die von klassischer, spanischer und arabischer Musik beeinflusst sind, geschrieben und komponiert von ihrer Mutter, Aviva Amir, und ihr selbst.
Sie hat gerade ihr Ensemble «Maya’s baroque» in Basel gegründet, das Barock- und Weltmusik miteinander verbindet.

Alle Termine

Sa 14.05.22 20:00
ca. 120 Minuten
inkl. Pause

So 15.05.22 20:00
ca. 120 Minuten
inkl. Pause

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