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«what you see — is what you get — is what you hear» – Duo frKRr

Live-Konzert plus Live-Stream


Das Abendprogramm zum Download

In den Wolken sehen wir Figuren, auf der Mondoberfläche ein schmunzelndes Gesicht oder im Milchkaffee eine Landkarte: Der Mensch neigt in seiner Wahrnehmung dazu, seine Umwelt als Objekte, Muster oder in sonstiger Form als sinnstiftend zu sehen und zu interpretieren.
Das Duo Andreas Eduardo Frank / Anne-May Krüger unternimmt eine spielerische Auseinandersetzung mit genau dieser offenbar urmenschlichen und nicht selten hilflosen Suche nach Sinn in der Welt, die uns umgibt.

Mit: Anne-May Krüger (Mezzo-Sopran); Andreas Eduardo Frank (Komponist, Performer)

Programm: Luc Ferrari: «Monologos I (1970) für eine Sängerin und Bandmaschinen; Andreas Eduardo Frank: «Restore Factory Defaults’ (2017) für Stimme, Elektronik, Licht und Video; Paul Clift «Turn me on, dead man’ (2021, UA) für Mezzosopran, Live-Elektronik und Video.

Biografien

Das Duo frKRr arbeitet seit 2016 zusammen und bringt mit what you see - is what you get - is what you hear erstmals ein abendfüllendes Programm auf die Bühne.
Die beiden Künstler*innen verbindet die Begeisterung für das virtuose Interagieren von Stimme, Performance und Multimedia. Dabei geht es ihnen nicht um ein „more is more“, sondern um das Spielerisch-Vexierende in der Kombination von Liveperformance und medialen Zuspielen. Hierbei werden Rollenzuordnungen erschwert: So ist die Performerin mitunter Teil einer virtuellen Maschinerie, oder aber Licht und Video werden zu musikalischen Begleitern der Sängerin.
Die erste gemeinsame Arbeit des Duos, Restore Factory Defaults (2017) für Stimme und mediale Zuspiele, war bereits in verschiedenen europäischen Ländern und in den USA zu erleben, u.a. bei ZeitRäume Basel, Wien Modern und bei NUNC! (Northwestern University of Illinois).
www.frkrr.buzz
www.annemaykrueger.de
www.andreas-eduardo-frank.com

Paul Clift (* 1978) stammt aus Australien; er wohnt und arbeitet seit 2016 in Basel. Sein kompositorischer Zugang ist geprägt von Studien bei Franck Bedrossian, George Benjamin, Fred Lerdahl, Philippe Leroux und Tristan Murail. Er absolvierte ein «Doctorate of Musical Arts» an der Columbia University in New York, einen «Masters of Music» am King's College in London und schloss zudem den «Cursus de composition et d'informatique musicale» am IRCAM in Paris ab, in dessen Rahmen das Werk With my limbs in the dark, komponiert in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Alban Richard, entstanden ist. Er hat an Masterclasses teilgenommen wie dem Royaumont Voix Nouvelles, Acanthes, Domaine Forget, IMPULS, June in Buffalo, MATRIX, Internationale Sommerakademie der MDW & Darmstädter Ferienkurse. 2016 wurde Paul Clift mit einer Residenz in der Villa Sträuli in Winterthur ausgezeichnet. Seine Werke wurden von Ensembles aufgeführt wie dem JACK Quartet, ICE, l'Imaginaire, Mivos Quartet, L’instant Donné, Contrechamps, Proton, Neofonia, Novel Ensemble Modern, Vertixe Sonora, Ensemble Adapter und Klangforum Wien, sowie von renommierten SolistInnen wie dem Gitarristen Kobe Van Cauwenberghe, der Akkordeonistin Olivia Steimel, dem Posaunisten William Lang, den Saxofonisten Patrick Stadler & Geoff Landmann, sowie seiner Ehefrau, der slowenischen Flötistin Anja Clift. Über seine Tätigkeit als Komponist hinaus, ist Paul Clift auch als Forschender tätig. Er hat einen Forschungsaufenthalt an der Paul Sacher Stiftung (2014) und am IRCAM (2014-2015) absolviert. Er ist der künstlerische Leiter von neuverBand Ensemble für Neue Musik Basel. Seine Werke erscheinen bei der Schweizer Musikedition und sind online auf www.babelscores.com erhältlich.
Luc Ferrari (1929–2005) hat Werke geschaffen, die sich mehr oder weniger von rein musikalischen Ansprüchen wegbewegen. Dagegen stand für ihn im Zentrum, das tägliche Leben in seiner ganzen Realität sozial, psychologisch und emotional in Form von Texten, Partituren, elektroakustischen Kompo-sitionen, Berichten, Filmen, Bühnenwerken etc. zu beobachten.
Geboren am 5. Februar 1929 in Paris, studierte er zunächst Klavier und begann 1946 zu komponieren. 1958 schloss er sich der «Groupe de Musique Concrete» an, der er bis 1966 angehörte und gründete zusammen mit Pierre Schaeffer die «Groupe de Recherche Musicale» (1958-59). Von 1964 bis 1965 war er Professor für Komposition an der Rheinischen Musikschule in Köln. 1965 und 1966 schuf er mit Gerard Patris Les Grandes Répétitions, eine Reihe von Fernsehdokumentationen mit Portraits von Olivier Messiaen, Edgard Varese, Karlheinz Stockhausen, Hermann Scherchen und Cecil Taylor. 1967 wurde er vom DAAD eingeladen, ein Jahr in Berlin zu verbringen und war von 1968 bis 1969verantwortlich für die Musik in der Maison de la Culture in Amiens. 1972 gründete er das Studio «Billig», ein bescheidenes elektroakustisches Atelier. 1982 rief er die elektroakustische/radiotechnische Musikvereinigung «La Muse en Circuit» ins Leben, aus der er schliesslich 1994 ausschied. 1996 eröffnete er erneut ein eigenes Studio: «post-billig».
Seine Werke wurden u.a. mit dem Karl Sczuka Preis, dem Prix ltalia und dem Preis der Kussewitzky Stiftung ausgezeichnet. 1989 erhielt er den Grand Prix National du Ministère de la Culture bedacht.

Andreas Eduardo Frank (1987) ist Komponist, Medienkünstler und Performer. Sein Oeuvre ist vielseitig und durch die enge Kollaborationen mit zahlreichen herausragenden Künstlerinnen geprägt.
Seine Werke wurden von Ensembles wie dem Ensemble Modern, Arditti Quartet, Ensemble Mosaik, Ensemble Phoenix, Collegium Novum Zürich und dem Ensemble Recherche auf internationalen Bühnen der Neuen Musik aufgeführt, darunter die Staatsoper Hamburg, ECLAT-Festival Stuttgart, ZeitRäume Basel, Rümlingen Festival u.a.
Er wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, unter Anderem als Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute (2015-17, Deutsche Bank Stiftung), für das Inter-disziplinäre Residenzstipendium Gargonza Arts Award 2016 und er erhielt den ersten Preis des JukeBox New Music Awards 2017 der NMZ. Darüber hinaus wurde er für das MATA Festival 2018 in New York ausgewählt und erhielt das Residenzstipendium Progetto Positano (2018) der Ernst von Siemens-Stiftung. 2019 wurde er mit dem ersten Preis des 64.Kompositionswettbewerbs der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet.

Anne-May Krügers Schaffen zeichnet sich durch eine außerordentliche Vielseitigkeit aus und umfasst Bereiche sowohl auf, als auch hinter der Bühne. Als Sängerin ist sie eine international aktive Interpretin insbesondere neuer Musik. Darüber hinaus ist sie Librettistin und wurde 2020 an der Universität Basel mit einer musikwissenschaftlichen Arbeit zu vokaler Aufführungspraxis promoviert.
In Berlin geboren, studierte die Mezzosopranistin Gesang an den Musikhochschulen in Leipzig und Karlsruhe, sowie bei Rudolf Piernay. Nach ihrer künstlerischen Ausbildung schloss sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe ein Masterstudium der Musikwissenschaft an. Gastverträge verbanden sie mit der Staatsoper Stuttgart, dem Oldenburgischen Staatstheater, dem Theater Augsburg, dem Nationaltheater Mannheim und dem Theater Basel. Engagements führten sie weiterhin zu internationalen Festivals wie Wien Modern, MaerzMusik (Berlin), Contempuls (Prag), NUNC (Evanston/USA), London Ear, ZeitRäume Basel und dem Lucerne Festival. Als Interpretin insbesondere zeitgenössischer Musik arbeitete sie u.a. mit Komponist*innen wie Hans Tutschku, Kurt Schwertsik, Manos Tsangaris, Karola Obermüller und Mike Svoboda sowie mit dem Künstler Willliam Kentridge. CD- und Rundfunkproduktionen für das Label WERGO sowie für den SWR, SRF, SR, HR und die BBC.

Alle Termine

Do 29.04.21 20:00

Ermässigungen Abendkasse
5.– Stud. Musikwiss. Uni Basel + HfM FHNW
0.– Refugees

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