«Galina Ustwolskaja, Thomas Kessler & César Franck» – Werner Bärtschi und Egidius Streiff

Mit einer Fanfare eröffnen Werner Bärtschi und Egidius Streiff ihr Konzert: der «Fanfarella» der koreanischen Komponistin Younghi Pagh-Paan, Meisterin der leisen Töne. Werner Bärtschi malt ein traumhaftes Klangbild der Berglandschaft rund um den Daubensee. Um die russische Komponistin Galina Ustwolskaja weben sich schon zehn Jahre nach ihrem Tod Legenden: sei es wegen ihrer persönlichen Zurückgezogenheit oder der rätselhaft widerborstigen Kraft ihrer Musik. In ihrem spektakulären Duett für Violine und Klavier kommen tiefschwarze Schreie und lichte Klagetöne zur Geltung. Die radikal vereinfachte Struktur dieses monumentalen Werkes erhält im Kontrast mit Johann Sebastian Bachs hochexpressiver «Lamento»-Sonate noch schärfere Konturen.
Thomas Kesslers Stück «Violin Control» für Violine solo kann als Klassiker der Moderne gezählt werden und besitzt wie die abschliessende Sonate von César Franck einen Ruhepol in der Note A. Beide Werke zelebrieren die Abweichung davon. Bei Thomas Kessler führen Spiegeltöne im Untergrund leichtfüssig in einen wilden Tanz mit Anklängen an Free Jazz. Die berühmte Sonate von Franck war ein Hochzeitsgeschenk für Eugène Ysaÿe und fasziniert auch noch Generationen nach ihrer Entstehung.

Mit: Egidius Streiff (Violine), Werner Bärtschi (Klavier)

Programm: Younghi Pagh-Paan (*1945)«Fanfarella» (2018); Johann Sebastian Bach (1685–1750): «Lamento» BWV 1018 (1725); Galina Ustwolskaja (1919–2006): «Duett» (1968); Thomas Kessler (*1937): «Violin Control» (1978); Werner Bärtschi (*1950): «Frühmorgens am Daubensee» (1988); César Franck (1822–1890): Violinsonate A-Dur (1886)

Egidius Streiff
Werner Baertschi

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Mo 13.05.19 20:00
ca. 90 Minuten
inkl. Pause

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15.– Colourkey/Kulturlegi

Ermässigungen Abendkasse
5.– Stud. Musikwiss. Uni Basel + HfM FHNW
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