Mittendrin

«Das Matterhorn – ein Immigrant aus Afrika»

Ein Mosaik entsteht durch das Zusammenfügen von verschiedenfarbigen oder verschieden geformten Einzel t eilen zu Mustern oder Bildern. Nicht nur auf Steinmosaike, sondern auch auf unseren Planeten oder unsere menschliche Gesellschaft trifft dies zu. Die tektonischen Platten driften unentwegt auf der Erdoberfläche zwischen den Ozeanen und gewaltig sind die Auswirkungen des Aufpralls. Eine Folge: die Alpen. Und
mittendrin: das Matterhorn, wo afrikanisches auf europäisches Gestein traf und einen formvollendeten Berg schufen. Das Projekt bringt Menschen verschiedener Herkunft zusammen, lässt ihre Stimmen hören, gräbt ihre Lieder aus, lässt Steine singen und Erinnerungen, Sehnsüchte, Trauer und Lebensfreude zu. Es ist ein Spiel mit Flöten, Farben und Formen und wird geformt aus vielen verschiedenfarbigen Einzelteilen und Materialien und steht am Ende doch im Schatten eines gewaltigen Berges.

Mit: Vibration4: Rozalia Agadjanian, Eliane Locher, Raphaelle Rubellin, Eliane Williner; Dominik Dolega, Damien Darioli (Perkussion); Roberto Mucchiut (Visuals); Vibration4, Mathias Steinauer, Dominik Dolega in Zusammenarbeit mit Migrant*innen (Konzept/Kompositionen)
Programm: Mathias Steinauer (*1959), Dominik Dolega
(*1979): ‹Mosaic or without Africa – No Matterhorn› (2020)

©zvg

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Biographien


Vibration4 gehört heute zu den wichtigsten Flötenquartetten der Schweiz. Ausser ihrem klassischen Repertoire suchen die Flötistinnen mit viel Eigeninitiative nach der bestmöglichen Präsentationsform für die zeitgenössische Musik, die sie interessiert und antreibt.
Die Trilogie Vibrations Valaisannes, in der das Ensemble archaische Themen aus der Walliser Volkskultur aufgreift und deren Klangwelten mit zeitgenössischer Musik und innovativen Musikkonzepten in einen neuen Kontext gestellt werden, entpuppt sich als spannende Mischung für neugierige Konzertbesucher, die im Konzert nicht das Bekannte erwarten, sondern überrascht werden wollen.
Die vier Musikerinnen, die von der Piccolo-Flöte bis zur Kontrabassflöte alle Arten der Querflöte spielen, sind Mitglieder des Orchestre de la Suisse Romande, des
Orchestre de Chambre de Genève und des Ensembles Symphonique de Neuchâtel.

Dominik Dolega studierte Schlagzeug an der Hochschule für Musik in Krakau und an der Musik-Akademie Basel. Er trat als Solist und Kammermusiker an zahlreichen Festivals in Europa auf. Dominik Dolega ist Mitglied des Schweizer Tonkünstlervereins und Fördervereins für Steinklang-Musik, dessen Ziel es ist innovative Instrumentenbauer, Komponisten und Musiker zusammen zu bringen, um so Musik mit Steinklängen neu zu denken und in neue Kontexte zu stellen. Die Kompositionen von Dominik Dolega sind ungewöhnliche Kollagen aus Klängen, welche Elemente aus der experimentellen und elektro-akustischen Musik beinhalten sowie von klassischen, zeitgenössischen Musiktrends inspiriert sind.

Damien Darioli studierte an der Haute École de Musique de Genève. Er ist in der Genfer Kunstszene sehr aktiv und arbeitet regelmäßig mit den wichtigsten musikalischen Formationen der Region zusammen, darunter das Orchestre de la Suisse Romande, die Genfer Camerata und das Ensemble Contrechamps. Er ist Präsident des Vereins Eklekto (Kollektiv für zeitgenössische Perkussion) und ist mehrfach bei den Festivals Archipel, Antigel und La Bâtie aufgetreten. Damien hat auch an der Gestaltung von Theatervorstellungen (Compagnie du Homard) und Musiktheater (Klangbox artistic organization) mitgewirkt.

Mathias Steinauer studierte Klavier, Musiktheorie und Komposition an der Musik-Akademie in Basel. 1986-88 Kompositionsstudien bei György Kurtág. 1986-2021 Dozent für Musiktheorie und Komposition an der ZHdK.
Künstlerischer Leiter der ISCM-World New Music Days «trans_it» 2004. Vorstandmitglied u.a. bei sonart und oggimusica. Aufführungen seiner Kompositionen in Europa, Asien und Amerika. Mitglied der Formation «The Stone Alphabet».

Roberto Mucchiut lebt und arbeitet in Agra, Tessin. Er ist Multimedia-Künstler mit einem Hintergrund in Informatik, Fotografie, Video, Musik und Sounddesign. Er bevorzugt einen medienübergreifenden Ansatz, bei dem er digitale Werkzeuge einsetzt, um verschiedene Sprachen und Wahrnehmungsebenen zu integrieren. Sein Interesse gilt der elektroakustischen Musik, der Videokunst und den Technologien zur Schaffung von Kunstinstallationen und interaktiven Theaterproduktionen (insbesondere unter Verwendung von Videoprojektoren). Er arbeitet regelmäßig mit anderen Künstlern an Theater-, Musik- und visuellen Projekten zusammen und entwickelt persönliche Projekte, die von Installationen (interaktiv/Video/Ton) bis zu Fotografie und Multimedia-Projekten reichen.

Alle Termine

So 07.11.21 18:00
ca. 70 Minuten
ohne Pause

Ermässigungen Abendkasse
0.– Refugees

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