«Aleae iactae sunt – Die Würfel sind gefallen» – camerata variabile

Die Camerata variabile bewegt sich in diesem Programm zwischen Freiheit und Bestimmung: Auf der einen Seite stehen Improvisation und graphische Notation, auf der anderen Schicksalhaftigkeit und Fugenstrenge.
Angelpunkte des Programms sind zwei Werke von Roman Haubenstock-Ramati – eines konventionell, das andere graphisch notiert – und Beethovens Finalsätze des Streichquartetts opus 130. Beethoven schrieb den Finalsatz als Rondofinale im Stil eines Gassenhauers neu, nachdem die Urfassung, die «Grosse Fuge», bei Publikum und Kritikern auf Ablehnung gestossen war.

Eine freie Improvisation von Mike Svoboda, Karin Dornbusch, Lucas Niggli und Helena Winkelman trifft auf das filigran gesetzte, frühe Streichtrio «Ricercari» von Roman Haubenstock-Ramati, das auf einer Zwölftonreihe basiert. Haubenstock-Ramatis «Konstellationen» ist ein Beispiel für seine späteren Stücke, in denen er hauptsächlich graphische Notation verwendet. Mobiles von Alexander Calder inspirierten ihn dazu. Seine Werke eröffnen den MusikerInnen ein variabiles Feld an Möglichkeiten, innerhalb dessen sie eigene musikalische Entscheidungen fällen können.

Der englische Komponist und Filmemacher Benedict Mason ist bekannt für seine Experimente mit Multimedia und Räumen. Auch das «Trombone and String Quartet» verlangt einen aussergewöhnlichen Aufbau des Ensembles.
Besonders spannend wird die Uraufführung von Mike Svobodas neuem Werk «plus/minus», welches dem Ensemble viele Möglichkeiten zur freien Permutation von Elementen gibt.

Mit: Mike Svoboda (Posaune, Gast), Lucas Niggli (Perkussion, Gast), Karin Dornbusch (Klarinette), Helena Winkelman (Violine), Manuel Oswald (Violine), Alessandro D’Amico (Viola), Christoph Dangel (Cello)

Programm: Ludwig van Beethoven (1770–1827): Streichquartett in B-Dur op. 130 (1826), «Grosse Fuge» op. 133; John Cage (1912–1992): Soli aus dem Concerto für Klavier und Ensemble; Roman Haubenstock-Ramati (1919–1994): Streichtrio «Ricercari», «Konstellationen» für Ensemble; Benedict Mason (*1954): «Trombone and String Quartet» (1987); Mike Svoboda (*1960): «plus/minus» für 2 Gruppen von 3–5 Musikern (UA, Auftragswerk); Improvisationen Niggli / Svoboda / Dornbusch / Winkelman

Alle Termine

So 24.03.19 17:00
ca. 100 Minuten
inkl. Pause

Ermässigungen Abendkasse
5.– Stud. Musikwiss. Uni Basel + HfM FHNW
0.– Refugees

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September 2019

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