Musiktheaterformen

«ä schöne buep seit adjö» – Ursina Greuel

Ein junger Mann trauert um seinen Geliebten, der bei den Zürcher Jugendunruhen von der Polizei erschossen wurde. Die Totenklage zeigt den jungen Mann, der sowohl sein Coming-out als auch die Politisierung an der Seite des älteren Freundes erlebt hat in all seiner Verletzlichkeit. Alleine in seinem Jugendzimmer in der Wohnung seiner Eltern beklagt er seinen Verlust, verzweifelt an seiner Einsamkeit und den politischen Verhältnissen und besingt seine Sehnsucht nach einer besseren Welt.
Die Regisseurin Ursina Greuel, die im Gare du Nord unter anderem bereits mit ihrer herausragenden Produktion ‹Im Nebel› zu Gast war, stellt dem stark rhythmisierten Mundart-Monolog Kompositionen des Jazz-Pianisten Chick Corea an die Seite. Durch Samuel Frieds kraftvolles Klavierspiel und den zarten Gesang des Sängers Julian Schmidlin wird das Publikum regelrecht hineingezogen in die verletzte Seele eines Jugendlichen.

Mit: Julian Schmidlin (Schauspiel/Gesang), Samuel Fried (Klavier), Ursina Greuel (Regie), Cornelia Peter (Kostüme), Jens Seiler (Licht)
Programm: Martin Frank (*1915): «ä schöne buep seit adjö» Langgedicht; Musik nach Motiven von ‹Children’s Songs› von Chick Corea (1941-2021) 

Eine Matterhorn Produktion in Koproduktion mit dem sogar theater Zürich

© Alexa Früh

© Alexa Früh

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Do 07.04.22 20:00

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